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Startseite › Ingenieurwesen › Elektrotechnik › Berufe › Eugen (29), Ingenieur für Zugantriebskomponenten
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Eugen (29)
Ingenieur für Zugantriebskomponenten

Das habe ich studiert und so habe ich mich dafür entschieden:

Ich habe Elektrotechnik mit Schwerpunkt Leistungselektronik und Elektrische Maschinen studiert.

Elektrotechnik bietet sehr viele Möglichkeiten hinsichtlich der Arbeitsgebiete und hat eine große Überschneidung mit den Physikwissenschaften. Da ich mich vor dem Studienbeginn nicht zwischen Ingenieurwissenschaften und Physik entscheiden konnte, habe ich Elektrotechnik als Kompromiss ausgewählt.

Das wollte ich werden und das bin ich geworden:

Ich wollte zunächst in die Grundlagenforschung der Halbleiterbausteine einsteigen, bin dann jedoch in einem sehr anwendungsorientierten Gebiet gelandet.

Mein Beruf:

Ich beschäftige mich mit der Auslegung der Antriebskomponenten (Motor, Stromabnehmer, usw.) eines Zuges. Ich analysiere zunächst wo der Zug eingesetzt wird und welche Anforderungen der Kunden an den Betrieb des Zuges stellt. Aus diesen Daten stelle ich die notwendigen Antriebskomponenten zusammen, mit denen die Forderungen realisiert werden können. Meine Aufgabe beginnt mit einem Kundengespräch und endet mit der Abnahmefahrt des Zuges.

Mein typischer Arbeitstag:

Ankunft im Büro zwischen 7:00 und 10:00. Die flexiblen Arbeitszeiten machen es möglich. Ersten Telefonate, um Arbeitspunkte vom Vortag abzuarbeiten oder die ersten Termine für den Tag abzustimmen.

Bis ca. 12:30 Besprechungen und Abstimmungen mit den Kollegen, Koordination der Arbeitspakete und weitere organisatorische Aufgaben. Nach der Mittagspause arbeite ich die festgelegten Arbeitspakete ab.

Arbeitsende ist wie auch die Anfangszeit sehr flexibel. Von 15:00 bist 20:00 ist alles drin. Man entscheidet selbst, wieviel Arbeit zu machen ist und wann man Feierabend machen kann.

Alle zwei Wochen steht eine Dienstreise an, um die Kunden, Lieferanten oder Kollegen von anderen Standorten zu besuchen.

So helfen mir die Studieninhalte im Beruf:

Fachliche Grundlagen müssen (!) vorhanden sein. Es geht nicht darum die Details zu kennen, aber man muss wissen wo man sie nachschlagen kann. Auch muss man in der Lage sein, große Informationsmengen zu verarbeiten und sich schnell in ein neues Thema einzuarbeiten. Das Ingenieursstudium ist eine sehr gute Vorbereitung für diese Aufgaben.

Diese Zusatzqualifikationen sollte man schon während des Studiums erwerben:

Praktika sind wichtig, aber deren Bedeutung sollte nicht überschätzt werden. Man muss sich nicht mit vielen Praktika schmücken. Zwei Praktika reichen aus - am besten in Unternehmen unterschiedlicher Größe.

 Ingenieure sind in einem internationalen Geschäft tätig und für diese Tätigkeit sollte man sich schon im Studium vorbereiten. Auslandserfahrungen machen sich nicht nur auf dem Lebenslauf sehr gut, sondern erleichtern auch die Zusammenarbeit mit den internationalen Partnern und Kunden. Das Ingenieursstudium bietet sehr viele Möglichkeiten, Auslandserfahrungen zu sammeln, so dass jeder der diesen Wunsch hat, höchstwahrscheinlich auch die Möglichkeit dazu bekommt.

In diesen Berufsfeldern kann man als Ingenieur tätig werden:

Nach dem Studium ist die Auswahl grenzenlos. Es gibt nur sehr wenige Gebiete, die man mit einem Ingenieursstudium nicht abdeckt. Auch was die Größe der Unternehmen angeht sind keine Grenzen gesetzt. Was man machen möchte sollte man im Studium durch Praktika und Spezialisierungen festlegen.

Gehalt und Karrierechancen aus meiner Sicht:

Die Karrierechancen und Gehalt sind überdurchschnittlich. Beim Berufseinstieg hat man mehr Auswahl und Angebote als Studenten aus anderen Disziplinen. Was Karriere angeht, so spielen zwar andere Faktoren als das Studium eine größere Rolle, jedoch bietet das harte Studium in Elektrotechnik sehr gute Startchancen für eine erfolgreiche Karriere.

Mein Tipp für Studieninteressierte:

Vor Studiumsbeginn sollte man ehrlich zu sich selbst sein und seine Fähigkeiten richtig einschätzen. Es ist sehr kontraproduktiv und demotivierend wenn man sich, aus welchen Gründen auch immer, eine schwere Universität/Hochschule ausgewählt hat, die einen persönlich überfordert.

Es ist momentan in Mode das Studium der Ingenieurwissenschaften mit BWL zu verbinden. Häufig endet es im Studium „Wirtschaftsingenieur“. Wirtschaftsingenieure werden zwar gebraucht, aber nicht in dem Umfang. Die meisten Studenten enden sowieso als „ganz normale“ Ingenieure. Sollte die berufliche Karriere einen in den Management-Bereich führen, dann ist unterwegs genügend Zeit sich die notwendigen BWL-Kenntnisse einzueignen. Die meisten Firmen unterstützen einen dabei. Der direkte Einstieg als Manager ist eher selten.

Aus dem Beruf:

  • Björn (32)
    Bauleiter von Großkraftwerken
  • Christopher (25)
    Hardwareentwicklungsingenieur
  • Manfred (27)
    wissenschaftlicher Mitarbeiter Medizintechnik
  • Nico (32)
    wissenschaftlicher Mitarbeiter
  • Ruben (31)
    Softwareberater und -entwickler