Diplom Maschinenbau, da ich bereits vorher in der Sparte gearbeitet habe und da ich bereits mein Abitur an einem beruflichen Gymnasium gemacht hatte.
Konstrukteur oder Wartungsingenieur wollte ich werden.
Geworden bin ich dann "Flugzeugingenieur für Flugsteuerungssysteme".
Ich verbessere das Flugzeug durch Modifikationen an den bestehenden Systemen.
Das Anfertigen von Gutachten und Kostenkalkulationen sowie das Erstellen von Wartungsplänen und das Koordinieren der Wartung ist der Hauptinhalt. Dies alles hat das Ziel, die Zuverlässigkeit zu erhöhen bzw. alternde Flugzeuge nicht weniger zuverlässig werden zu lassen. Dabei spielt die Sicherheit die höchste Rolle.
Modifikationen von Flugzeugherstellern oder anderen Zulieferern bewerten, diese den Kunden vorschlagen. Ich berate sie dabei was Sinn macht und was nicht. Des weiteren kümmere ich mich um die ganze Flotte betreffende generelle Probleme und versuche diesen durch Maßnahmen aller Art Herr zu werden.
In meinem Beruf kann ich von allem etwas gebrauchen, da ich verschiedenste Gutachten und Bewertungen erstelle. Ich gehe meist nicht bis ins kleinste Detail, sondern koordiniere es dann mit den entsprechenden Spezialisten. Je besser mein technisches Allgemeinverständnis ist, desto eigenständiger und schneller kann ich daher meine Arbeit verrichten. Daher denke ich, dass mein Studium viele Aspekte geliefert hat, jedoch oft tiefer ins Detail gegangen ist als ich es benötige, was allerdings nicht schlimm ist sondern mich mit einer Art "Wissensbonus" ausgestattet hat.
Sehr gutes Englisch ist zwingend erforderlich, weitere Sprachkenntnisse wie Französisch, Russisch, Mandarin, Spanisch sind sehr gerne gesehen.
In den meisten Ingenieurstätigkeiten wie:
Gehalt/Studienaufwand = befriedigend
(Es gibt sehr viele einfachere Studiengänge, von denen einige besser entlohnt werden)
Karrierechancen sind soweit ganz gut, da das Studium viele Aspekte bietet und diese nicht nur oberflächlich betrachtet. Man wird quasi zum "Allrounder" mit technischem Schwerpunkt ausgebildet. Sehr karriereförderlich ist es, wenn man zusätzlich eine kaufmännische Ausbildung vorweisen kann.
Es gibt in Firmen und Hochschulen fast überall Tage der offenen Türen.
Man sollte sich gut überlegen, ob man schon einen ganz bestimmten Wunschjob hat und dann das passende Studium dazu auswählen möchte, oder ob man sich erst einmal für eine Fachrichtung entscheidet, um dann einem bestimmten Berufsbild durch Spezialisierung im Studium näherkommen möchte.
Maschinenbau ist meiner Meinung nach einer der schwierigsten Studiengänge. Es ist wichtig, sich vorher über solche Dinge klarzuwerden, um ein Studium nicht mit den falschen Erwartungen zu beginnen.