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Startseite › Medizin › Humanmedizin › Berufe › Annette (31), Assistenzärztin für Innere Medizin
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Annette (31)
Assistenzärztin für Innere Medizin

Das habe ich studiert und so habe ich mich dafür entschieden:

Humanmedizin - Ich war vorher Krankenschwester und habe mich gefragt, ob ich diesen Beruf mein ganzes Leben so weiter machen möchte, die Antwort war: nein! Mein Interesse an der Medizin war einfach zu groß und auch die Chance, mehr Verantwortung übernehmen zu können.

Das wollte ich werden und das bin ich geworden:

Ich wollte immer die klassische praktizierende Ärztin werden und bin heute auch Assistenzärztin geworden.

Mein Beruf:

Zu mir kommen Menschen mit unterschiedlichen Krankheiten. Durch Befragung und Untersuchungen muss ich herausfinden und auf den Punkt bringen, was für eine Störung vorliegt. Dann muss ich überlegen, was man am Besten dagegen machen kann.

Dabei muss ich die besondere Lebenssituation, Alter der Patienten und Nebenerkrankungen berücksichtigen. Außerdem darf ich nicht nur an mein Fach (Innere Medizin) denken, sondern muss auch überlegen, ob nicht eine Erkrankung vorliegt, die nicht unter die Innere Medizin fällt.

Mein typischer Arbeitstag:

Morgens komme ich als erstes auf die Station und lasse mir von den Schwestern berichten, was nachts alles los war. Dann bespreche ich die wichtigesten Sachen und gehe dann mit einer Schwester auf die Visite, um meine Patienten anzuschauen. Zwischendurch kommen Neuaufnahmen, die man ebenfalls gründlich anschauen muss. Dann ist es Zeit für die Röntgenbesprechung, in der wir die Befunde der Patienten mitgeteilt und demonstriert bekommen.

Anschliessend ist Mittagsbesprechung, zusammen mit den Oberärzten und dem Chef. Hier werden alle Neuzugänge und Problemfälle besprochen. Anschliessend steht die Diagnostik an. Das heißt, dass ich bei den Patienten ein Ultraschall von Bauch, Herz, Halsgefäßen oder was auch immer mache, was grade benötigt wird. Oder ich werte Langzeit-EKGs aus und schaue die Blutwerte nach. Oder ich gehe in die Endoskopie um dort Magenspiegelungen etc. zu machen. Meist sind Nachmittags auch Angehörigengespräche. Und man muss natürlich die Entlassungsbriefe für den nächsten Tag schreiben.

Zwischendurch ist man neben dem Stationsalltag noch im Notfallbereich eingeteilt. Dann hat man einen Piepser bei sich und wird angefunkt, wenn der Rettungsdienst vor der Tür steht. Das kann manchmal schon sehr stressig werden. Gegen Feierabend kommt dann noch der Oberarzt vorbei, mit dem man dann noch Probleme besprechen kann. Selten kommt man abends pünktlich raus.

So helfen mir die Studieninhalte im Beruf:

Zu Beginn ist das Studium etwas trocken und nicht sehr alltagsrelevant. Man hat Fächer wie Biologie, Chemie, Physik, in denen man Prüfungen ablegen muss. Später kommt Physiologie, Anatomie und Biochemie dazu. Nach 4 Semestern macht man das erste StaatsexamenEin Staatsexamen ist eine Abschlussprüfung, die von einer staatlichen Behörde durchgeführt wird. Die Prüfung basiert somit auf staatlichen Standards und berechtigt zur Ausübung eines staatlich geregelten Berufes. So gehören beispielsweise die Studiengänge Medizin, Jura und Lehramt zu denjenigen, die mit einem Staatsexamen bzw. mehreren Staatsexamina abgeschlossen werden. (PhysikumEin Staatsexamen ist eine Abschlussprüfung, die von einer staatlichen Behörde durchgeführt wird. Die Prüfung basiert somit auf staatlichen Standards und berechtigt zur Ausübung eines staatlich geregelten Berufes. So gehören beispielsweise die Studiengänge Medizin, Jura und Lehramt zu denjenigen, die mit einem Staatsexamen bzw. mehreren Staatsexamina abgeschlossen werden.), dann geht es mit dem klinischen Teil weiter. Dann kommen erst die interessanten Fächer wie Innere Medizin, HNO, Anästhesie, und eigentlich alle Fächer, in denen man später auch den Facharzt machen kann. Zum Schluss gibt es eine Prüfung, das sog. Hammerexamen, in denen alle klinischen Fächer abgeprüft werden, schriftlich und zum Teil auch praktisch/mündlich.

Dadurch dass man alle Fächer mal rudimentär kennenlernt, kann man sich schon mal ein Bild machen, was für ein Arzt man denn eigentlich werden will. Fürs eigentliche Arbeiten bekommt man eine Grundidee, leider ändert sich in der Medizin alles sehr schnell. So kann es vorkommen dass man das, was man vor 3 Jahren in einem Fach gelernt hat, wegen neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht mehr richtig gebrauchen kann. Das kommt besonders häufig bei den medikamentösen Therapien vor.

Diese Zusatzqualifikationen sollte man schon während des Studiums erwerben:

Für das erste StaatsexamenEin Staatsexamen ist eine Abschlussprüfung, die von einer staatlichen Behörde durchgeführt wird. Die Prüfung basiert somit auf staatlichen Standards und berechtigt zur Ausübung eines staatlich geregelten Berufes. So gehören beispielsweise die Studiengänge Medizin, Jura und Lehramt zu denjenigen, die mit einem Staatsexamen bzw. mehreren Staatsexamina abgeschlossen werden. braucht man einen Erste-Hilfe-Kurs und ein 3-monatiges Pflegepraktikum. Für das Abschlussexamen muss man 4 sog. Famulaturen nachweisen, das sind Praktika über 4 Wochen, die in der Klinik absolviert werden müssen, eins davon muss in einer Praxis gemacht werden. Die Fachgebiete kann man sich aussuchen.

Das 11. und 12. Semester ist das sog. praktische Jahr, da arbeitet man schon auf einer Station in der Klinik mit. Man muss 4 Monate Innere Medizin, 4 Monate Chirurgie und 4 Monate ein Wahlfach machen, in denen man dann auch mündlich/praktisch geprüft wird.

Die o.g. Praktika sind Pflicht, den Erste-Hilfe-Kurs und das Pflegepraktikum darf man schon beginnen, wenn man noch keinen Studienplatz hat.

In diesen Berufsfeldern kann man als Mediziner tätig werden:

  • Arzt in der klassischen Berufsausübung
  • Wissenschaftliches Arbeiten
  • Wirtschaft
  • Pharmaunternehmen
  • Medizinjournalismus
  • Lehrkraft
  • Gutachtertätigkeit

Gehalt und Karrierechancen aus meiner Sicht:

Das Gehalt ist in Ordnung, man darf aber nicht vergessen, dass man selten pünktlich Feierabend hat und Überstunden nicht immer abgegolten werden können. Die Karrierechancen sind gut, Ärzte sind Mangelware und wer fleißig ist und beizeiten den Facharzt macht, kann sich entweder niederlassen oder Oberarzt oder Chefarzt werden. Oder auch forschen. Das hängt vom eigenen Interesse ab.

Mein Tipp für Studieninteressierte:

Nur Mut, ich habe meinen Entschluss fürs Studium nie bereut und der Beruf macht mir meistens sehr viel Spass, man erlebt jeden Tag Neues.

Aus dem Beruf:

  • Anja (32)
    Physiologie-Wissenschaftlerin
  • Axel (36)
    Assistenzarzt für Allgemeinmedizin
  • Katrin (29)
    Assistenzärztin Kinder- und Neugeborenenchirurgie
  • Linda (28)
    Assistenzärztin Kardiologie
  • Wolfgang (30)
    Assistenzarzt Innere Medizin