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Startseite › Medizin › Humanmedizin › Berufe › Linda (28), Assistenzärztin Kardiologie
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Linda (28)
Assistenzärztin Kardiologie

Das habe ich studiert und so habe ich mich dafür entschieden:

Aus Interesse am Umgang mit Menschen und an der Funktionsweise des menschlichen Körpers habe ich mich für das Medizinstudium entschieden.

Das wollte ich werden und das bin ich geworden:

Ich wollte ursprünglich ein niedergelassener Arzt in der Kinderheilkunde werden. Derzeit bin ich Assistenzärztin an einem Krankenhaus der Maximalversorgung in der Kardiologie, um zuerst den Facharzt für Innere Medizin und dann für Kardiologie zu machen.

Mein Beruf:

Ich frage Menschen, warum sie im Krankenhaus sind, leite Untersuchungen ein, und sobald ich ungefähr weiß, was los ist, auch die Therapie.

Mein typischer Arbeitstag:

8:00-09:30 Uhr Übergabe der Schwestern und Kollegen, Kurvenvisite der neuen Patienten und Entlassungen

09:30-10:30 Uhr Patientenvisite/Gespräche

10:30-12:00 Uhr Nadeln legen, Telefonate, Untersuchungsscheine ausfüllen....

12:00-13:00 Uhr Mittagsbesprechung

13:00-13:30 Uhr Mittagessen

13:30 Uhr bis offiziell 16:30 Uhr: Forbildungsveranstaltungen, Sonderaufgaben, Angehörigengespräche, manchmal Chefvisite, Labor- und andere Untersuchungsergebnisse anschauen und ggf. anordnen, und viele, viele Briefe schreiben (inoffziell regulär mindestens bis 18:00 Uhr)

1-2 mal pro Woche 24-Stunden-Dienst, 1 mal im Monat davon samstags oder sonntags; 1-2 mal im Monat Samstagsvisite offiziell von 08:00 Uhr bis 11:00 Uhr (inoffiziell entsprechend länger), Visitendienste an ca. jedem zweiten Feiertag

So helfen mir die Studieninhalte im Beruf:

Die Hintergrundinformationen aus dem Studium sind oft sehr interessant und helfen auch beim Krankheitsverständnis, der praktische Alltag sieht jedoch häufig ganz anders aus. Learning by Doing ist sehr wichtig - Erfahrungen sind das beste Training.

Diese Zusatzqualifikationen sollte man schon während des Studiums erwerben:

Da gibt es nichts Obligates. Gern gesehen sind Auslandssemester und eine abgeschlossene DoktorarbeitFreischuss ist ein Begriff, den du im Jura-Studium antriffst. Er bedeutet, dass wenn schnell studiert wurde und das 1. Staatsexamen nach einer gewissen Semesteranzahl (i.d.R. 8. Semester) versucht wird, der Versuch - sofern das Examen nicht bestanden wurde - nicht als durchgefallen zählt. Es macht also nichts, wenn man "daneben" trifft, daher "Freischuss". Schreibt man das Examen nicht in der Freischuss-Zeit, also im sogenannten "regulären Versuch", dann darf man es nur ein mal wiederholen falls man durchfällt.. Zusatzkurse, wie z.B. Ultraschall sind auch beliebt.

In diesen Berufsfeldern kann man als Mediziner tätig werden:

Im Krankenhaus, im niedergelassenen Bereich, in der Industrie/Forschung.

Gehalt und Karrierechancen aus meiner Sicht:

Das Gehalt ist für die lange Ausbildung und die 80-Stunden-Woche oft mager, vor allem während der Assistenzarzt-Zeit, wird jedoch danach ein wenig besser. Zur Zeit hat man als Mediziner aufgrund des Ärztemangels jedoch einen ziemlich sicheren Arbeitsplatz.

Mein Tipp für Studieninteressierte:

Wer es aus reiner Nächstenliebe machen möchte, sollte es sein lassen. Dafür fehlt später einfach die Zeit.

Aus dem Beruf:

  • Anja (32)
    Physiologie-Wissenschaftlerin
  • Annette (31)
    Assistenzärztin für Innere Medizin
  • Axel (36)
    Assistenzarzt für Allgemeinmedizin
  • Katrin (29)
    Assistenzärztin Kinder- und Neugeborenenchirurgie
  • Wolfgang (30)
    Assistenzarzt Innere Medizin