Ich habe Humanmedizin studiert, nachdem ich zunächst Diplom-Biologe werden wollte.
Doch nach einigen Semestern und Praktika habe ich gemerkt, daß Naturwissenschaft betreiben etwas sehr langwieriges und unkonkretes ist, neben den schlechten Berufsaussichten. Medizin schien mir eine Alternative, eine sinnvolle Tätigkeit auf hohem Niveau und mit konkreten Abläufen und faßbaren Ergebnissen bei naturwissenschaftlichem Hintergrund zu betreiben.
Ich wollte klinisch tätiger Arzt werden, entweder Internist oder ein kleines operatives Fach machen, heute bin ich Assistenzarzt der Inneren Medizin.
Als Stationsarzt im Krankenhaus bin ich für ca. 20 Patienten auf meiner Station verantwortlich. Im Rahmen meiner Arbeit erarbeite ich eigenverantwortlich mit Supervision durch Ober-/Chefarzt Diagnostik und Therapiepläne, um die Krankheiten meiner Patienten zu heilen oder zu bessern.
Um 8 Uhr ist Morgenbesprechung. Es werden mit dem Diensthabenden aus der Nacht die Neuaufnahmen besprochen. Anschliessend werden mit der Sozialarbeiterin die Entgiftungspatienten durchgesprochen und vom Chef Neuigkeiten oder Fortbildungsmöglichkeiten vorgestellt.
Dann geht es auf Station, Befunde ordnen und zur Visite, das dauert bis ca. um 11. Jeder Patient wird besucht und untersucht, neue Laborwerte und Untersuchungsergebnisse angeschaut und das weitere Vorgehen aufgeschrieben. Danach schnelles Mittagessen.
Im weiteren Verlauf des Tages Briefe schreiben, Entlassungen vorbereiten, Ultraschalluntersuchungen, Belastungs-EKGs etc. machen. Um 1 Uhr ist Röntgenbesprechung, wo die neu gelaufenen Röntgen und CT-Bilder vorgestellt werden. Nachmittags meist einige Angehörigengespräche.
Um 4 Uhr Übergabe an den Dienstarzt, der bis um nächsten Morgen die Stellung hält, um 5 ist offiziell Feierabend. Meistens schafft man es, gegen 6 Uhr zu gehen, an manchen Tagen bleibt man allerdings auch bis um 8 Uhr abends.
Die Inhalte des Studiums helfen einem, die Vorgänge im Krankenhaus zu verstehen. Mit allem zumindest gedanklich irgendetwas anfangen zu können, was die Tätigkeit eines Arztes ausmacht, habe ich allerdings erst nach dem Studium in der täglichen Praxis gelernt. Laborwerte, Pharmakologie etc., was eigentlich wichtig gewesen wäre, wurde an meiner Uni sehr stiefmütterlich behandelt.
Ultraschallkurs, EKG-Kurs, viele Famulaturen machen und in diesen wie im Praktischen Jahr die später alltäglichen Dinge üben, z. B. Blutabnehmen/Viggos legen, arterielle BGA, Punktionen, sich mit Röntgenbildern beschäftigen.
Klinik, später niedergelassen in der Praxis, im Labor, in der Pharmaindustrie, im Medizincontrolling, bei Krankenkassen, z.B. beim MDK, aber auch in völlig berufsfremden Tätigkeiten, z. B. im Marketing oder Produktmanagement von Medizinprodukten. In der pharmazeutische Industrie werden meist die PromotionEin Staatsexamen ist eine Abschlussprüfung, die von einer staatlichen Behörde durchgeführt wird. Die Prüfung basiert somit auf staatlichen Standards und berechtigt zur Ausübung eines staatlich geregelten Berufes. So gehören beispielsweise die Studiengänge Medizin, Jura und Lehramt zu denjenigen, die mit einem Staatsexamen bzw. mehreren Staatsexamina abgeschlossen werden. und einige Jahre klinische Berufserfahrung erwartet.
Das Gehalt eines Assistenzarztes ist nicht schlecht, für die geleistete Arbeit allerdings auch nicht gerade toll... Ein Jurist in einer Kanzlei steigt doppelt so hoch ein, wie ich von befreundeten Juristen weiss. Als Assistenzarzt hat man die Möglichkeit, sein Gehalt durch viele Nacht-/ und 24h-Dienste aufzubessern.
Nach 5 bis 6 Jahren Weiterbildung hat man die Möglichkeit, Facharzt zu werden, was die Voraussetzung für eine Oberarztstelle ist. Eine PromotionEin Staatsexamen ist eine Abschlussprüfung, die von einer staatlichen Behörde durchgeführt wird. Die Prüfung basiert somit auf staatlichen Standards und berechtigt zur Ausübung eines staatlich geregelten Berufes. So gehören beispielsweise die Studiengänge Medizin, Jura und Lehramt zu denjenigen, die mit einem Staatsexamen bzw. mehreren Staatsexamina abgeschlossen werden. ist von Vorteil. Chefarztstellen sind rar, aber ob man das werden möchte...
Nach AbschlussDoktorand ist die Bezeichnung für jemanden, der seine Doktorarbeit scheibt und somit Anwärter auf den Doktortitel ist. Doktoranden werden häufig während ihrer Forschungsarbeit auch als Dozenten bzw. Forschungspersonal an Hochschulen eingesetzt. der Facharztweiterbildung kann man sich als Kassenarzt in der Praxis niederlassen.
Insgesamt ist die Medizin für Leute, die in erster Linie viel Geld verdienen wollen, meiner Ansicht nach die falsche Alternative.
Man sollte schon vor Studienbeginn ein PraktikumEin Staatsexamen ist eine Abschlussprüfung, die von einer staatlichen Behörde durchgeführt wird. Die Prüfung basiert somit auf staatlichen Standards und berechtigt zur Ausübung eines staatlich geregelten Berufes. So gehören beispielsweise die Studiengänge Medizin, Jura und Lehramt zu denjenigen, die mit einem Staatsexamen bzw. mehreren Staatsexamina abgeschlossen werden. im Krankenhaus machen, um zu schauen, ob einem die Tätigkeit liegt. Ansonsten immer die Augen offenhalten, jede Gelegenheit etwas zu lernen mitnehmen.
Wer in der Schule schlecht in Chemie oder Physik war, sollte sich davon nicht abhalten lassen, ein Medizinstudium aufzunehmen, ich wars auch, das ist schon zu schaffen, da man ja eine ganz andere Motivation hat.