Biologie hat mich schon immer fasziniert. Ich wollte schon immer an der frischen Luft arbeiten und nicht "eingesperrt" in einem Büro.
Ich wollte eigentlich etwas in Richtung Verhaltensforschung machen, da mich das Gebiet von jeher interessiert hat. Das hat leider nicht ganz geklappt.
Heute arbeite ich für die Stadt Mannheim am Artenhilfsprogramm Feldhamster.
Ich züchte im Heidelberger Zoo Feldhamster und siedle diese in Mannheim wieder an, damit eine stabile Population entsteht.
Morgens: Ich laufe übers Feld und schaue nach wo überall Feldhamsterbaue sind. Diese Koordinaten nehme ich mit meinem GPS-Gerät auf. Danach lege ich mein Telemetriegerät an und erfahre so, wo sich die Hamster die mit einem Peilsender ausgestattet sind, aufhalten.
Mittags stelle ich an den gefundenen Bauen Lebendfallen auf. Diese kontrolliere ich wenn es dunkel ist - gegen 22 Uhr - und nochmal gegen 6 Uhr morgens. Die gefundenen Hamster werden kontrolliert, gewogen, falls noch nicht vorher gefangen, gechippt (wie Hunde und Katzen) und eventuell auch besendert.
Absolut gar nicht. Durch das Biologie-Studium wurde man null und nichtig auf den späteren Beruf vorbereitet (zumindest galt das für meine Uni)!
Praktika macht man im Biologiestudium ohnehin, da sie Pflicht sind. Zusätzlich schadet es nicht, sich während des Studiums mal Präsentationen von verschiedenen Einrichtungen anzuhören.
Das ist ziemlich vielfältig. In der Forschung (z.B. in Chemie- bzw. Pharmaunternehmen), als Pharmareferent, als Ausführer von Landschafts- und Baugutachten, im Zoo usw.
Also man sollte auf keinen Fall erwarten, dass man nach 3 Jahren Arbeit einen Audi A8 fahren kann!
Überlegt euch genau, welche Teildisziplin ihr in der Biologie wählen wollt. Und schaut dann darauf, ob die Profs an den Unis auch Forschungsaufträge haben, oder ob sie dort nur "ihre Zeit absitzen"!