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Startseite › Naturwissenschaften › Biologie › Berufe › Stefanie (28), Lehrerin
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Stefanie (28)
Lehrerin

Das habe ich studiert und so habe ich mich dafür entschieden:

Ich hatte den Wunsch anderen Personen meine Begeisterung für eine bestimmte Fachrichtung (bei mir Biologie/Chemie) näherzubringen bzw. sie für diese Fachrichtung zu begeistern. Daher kam für mich nur der Studiengang Lehramt in Frage.

Ich hatte auch ein Diplomstudium erwogen, um dann in die Öffentlichkeitsarbeit einer Firma zu gehen. Doch die Sicherheit eines Jobs als Lehrerin war dann für mich letzten Endes ausschlaggebend.

Das wollte ich werden und das bin ich geworden:

Ich wollte damit Lehrerin für Biologie und Chemie in den Klassen 5-13 (12) werden.

Dies hat nun geklappt. Ich bin seit kurzem im ReferendariatEin Staatsexamen ist eine Abschlussprüfung, die von einer staatlichen Behörde durchgeführt wird. Die Prüfung basiert somit auf staatlichen Standards und berechtigt zur Ausübung eines staatlich geregelten Berufes. So gehören beispielsweise die Studiengänge Medizin, Jura und Lehramt zu denjenigen, die mit einem Staatsexamen bzw. mehreren Staatsexamina abgeschlossen werden. und bekomme im kommenden Schuljahr meine ersten eigenen Klassen. Die Jobaussichten sind sehr gut und ich werde bereits jetzt von meiner derzeitigen Schule umworben.

Mein Beruf:

Ich bin Gymnasiallehrerin.

Ich möchte hier jedoch kurz mit dem Vorurteil aufräumen, dass der Lehrberuf mit sehr wenig Arbeit und viel Ferien verbunden ist. Dies mag nach einigen Jahren Berufserfahrung vielleicht so sein, aber im Anfang ist es sehr, sehr harte Arbeit. Das Planen einer Unterrichtsstunde ist beweitem nicht so einfach wie viele vielleicht denken. Man muss viele verschiedene Punkte berücksichtigen und kann nicht eine einmal entwickelte Stunde in der entsprechenden Stufe immer wieder einsetzen. Es gilt grundsätzlich die Schüler zu berücksichtigen....

Zusammenfassend kann man sagen, dass ich zur Zeit einen sehr langen und anstrengenden Tag habe. Dies gilt vorallem, wenn man auch noch einen Haushalt führen muss.

Mein typischer Arbeitstag:

Zur entsprechenden Stunde in die Schule kommen und den Unterricht halten. Je nach Klasse muss man diese ersteinmal "ruhigstellen" und allen Schülern die Kaugummis verbieten (sie aufforden diese in den Müll zu werfen). Dann gilt es die fehlenden Schüler festzustellen. Während des Unterrichtes muss man die Klasse immer wieder um Ruhe bitten oder sie eben zusammenbrüllen (manchmal hilft nur das, leider). In der 5-Minuten-Pause dann noch schnell die Mitarbeit notieren.... Hier müssen alle Schüler berücksichtigt werden, meist macht man ein Kürzel und gibt keine Note....

Zwischen den Unterrichtsstunden gibt es immer wieder Freistunden. Hier kann man für Vertretungsunterricht eingeteilt werden. Also erstmal einen Blick auf den Vertretungsplan riskieren: Oje, Vertretung Deutsch.... was mache ich da bloß?! Erst einmal nachsehen ob es Aufgaben gibt. Je nach Schule gibt es die meistens - nun muss man die Schüler nur noch dazu bewegen, diese auch zu erledigen.

Dann folgt wieder eigener Unterricht.

Nach der Schule muss man dann den Unterricht für die nächsten Stunden planen. Meist plant man eine ganze Unterrichtsreihe und auch die Themen der einzelnen Stunden. Diese müssen dann jedoch angepasst werden, denn nur in den seltensten Fällen schafft man alles, was man sich vorgenommen hat. Und manchmal stellt man auch fest, dass es so nicht funktioniert und man plant alles neu. Im Moment fängt mein Tag so gegen 8 Uhr an und endet um 20-21 Uhr. Es ist anstrengend, aber es macht auch sehr viel Spass.

So helfen mir die Studieninhalte im Beruf:

Nunja, sicherlich habe ich im Studium sehr viel Fachliches gelernt. Zumindest in Sachen Biologie und Chemie. Aber dieses Wissen ist doch sehr umfangreich und kann so nicht an die Schüler weitergegeben werden. Also muss man sich immer überlegen, wie man das nun für die Schüler vereinfacht. Dies wird leider im Studium vernachlässigt und man lernt es dann auf die harte Tour, wenn einen die Schüler nicht verstehen.

Dann gibt es noch das erziehungswissenschaftliche Begleitstudium. Davon halte ich wenig. Dort kann man etwas über den perfekten Lehrer/Schüler/Unterricht lernen, aber mal ehrlich, gibt es den wirklich?

Diese Zusatzqualifikationen sollte man schon während des Studiums erwerben:

Man stellt in der Regel erst im ReferendariatEin Staatsexamen ist eine Abschlussprüfung, die von einer staatlichen Behörde durchgeführt wird. Die Prüfung basiert somit auf staatlichen Standards und berechtigt zur Ausübung eines staatlich geregelten Berufes. So gehören beispielsweise die Studiengänge Medizin, Jura und Lehramt zu denjenigen, die mit einem Staatsexamen bzw. mehreren Staatsexamina abgeschlossen werden. fest, ob man wirklich Lehrer werden will. Denn erst dann wird man tatsächlich mit Schülern konfrontiert... Um also eine Pleite nach dem Studium zu vermeiden, sollte man bereits viele Erfahrungen während des Studiums erwerben. Dies ist auf verschiedene Arten möglich:

  1. Praktika (Idealerweise mehr als im Studium vorgesehen und möglichst viel selbst unterrichten!)
  2. Arbeit in einem außerschulischen Lernort (zusätzlich zur Erfahrung ein schöner Nebenverdienst)
  3. Bei Mangelfächern kann man eventuell schon während des Studiums als Vertretungslehrer arbeiten (eine bessere Erfahrung gibt es nicht!)

In diesen Berufsfeldern kann man als Biologe tätig werden:

Als Lehrerin, je nach Fach auch als Zoopädagogin (sehr rare Stellen).

Gehalt und Karrierechancen aus meiner Sicht:

Im ReferendariatEin Staatsexamen ist eine Abschlussprüfung, die von einer staatlichen Behörde durchgeführt wird. Die Prüfung basiert somit auf staatlichen Standards und berechtigt zur Ausübung eines staatlich geregelten Berufes. So gehören beispielsweise die Studiengänge Medizin, Jura und Lehramt zu denjenigen, die mit einem Staatsexamen bzw. mehreren Staatsexamina abgeschlossen werden.: chronisch unterbezahlt. nachher: Im Moment wird man mit Bio/Chemie quasi noch im Sarg verbeamtet, daher ist das ein extrem sicherer Job. Einmal verbeamtet kann man den Job nicht mehr verlieren, es sei denn man klaut goldene Löffel.

Karriere: Es geht bis zum Schuldirektor oder auch darüber hinaus (Schulämter, Ausbildung von zukünftigen Lehrern, Schulministerium). Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass man mit der Karriereleiter auch den Kontakt zu den Schülern verliert. Die Aufgaben abseits des Unterricht nehmen zu und der eigene Unterricht wird immer weniger.

Mein Tipp für Studieninteressierte:

Redet mit euren eigenen Lehrern offen über deren Erfahrungen und begleitet z.B. einen Referendar eine zeitlang.

Aus dem Beruf:

  • Christof (46)
    Geschäftsführer Planungsbüro
  • Marco (29)
    Artenschützer Feldhamster
  • Sandra (28)
    wissenschaftliche Mitarbeiterin HIV-Forschung
  • Tanja (26)
    wissenschaftliche Mitarbeiterin Virologie