Bioinformatik.
Meine Leistungsfächer in der Schule waren Biologie und Mathematik. Ehrlich gesagt wusste ich damals auch gar nicht so richtig, was ich studieren soll und habe damit etwas gewählt, was Biologie und Mathematik beinhaltete.
Ich habe mir nicht viele Gedanken gemacht, was ich damit werden wollte. Ich habe das Studienfach gewählt, weil es mich interessiert hat und ich nichts Besseres wusste. Nun bin ich Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in Bioinformatik.
Kurz gefasst: Als Bioinformatiker wendet man Informatik auf biologische Themen an. Meine Arbeitsgruppe zum Beispiel erforscht Gen-Transkription mit Hilfe von DNA-Microarrays. Ich als Bioinformatiker ergründe neue Wege, die entstehenden Massen an Daten zu untersuchen und Muster zu erkennen.
In der Forschung hat man meist freie Hand in der Planung der eigenen Arbeitszeiten, in einem bestimmten Rahmen natürlich.
Ich komme meistens gegen 9 Uhr zur Arbeit. Da bleibe ich dann bis etwa 18 Uhr. Tja, und da sitze ich eben am Computer und arbeite an dem momentanen Projekt. Zwischendurch ein bisschen Klatsch mit den Kollegen und Mittagspause. Das wars.
Bedingt. Das Grundwissen habe ich natürlich im Studium gelernt. Aber die Details kommen alle von alleine beim Arbeiten im Laufe der Zeit.
Auslandsaufenthalt und Praktika sind natürlich förderlich, wenn man sich eine Doktorandenstelle aussuchen möechte und nicht die Erstbeste nehmen mag.
Ja, so genau weiß ich das auch nicht. Bisher bin ich ja in der Wissenschaft geblieben. Ich denke Berufsfelder finden sich in Pharma-Firmen, an der Uni, in naturwissenschaftlichen Instituten usw.
Ich verdiene ausreichend und mag meine Arbeit. Aber superreich werde ich damit nicht, denke ich. Gerade weil man an der Uni eben weniger verdient als in der Wirtschaft.
Eine Pause nach dem Abitur einlegen und erst einmal in Ruhe darüber nachdenken, was ihr wollt und dann erst einen Studiengang auswählen. Nicht einfach durchrasen, das bringt es nicht immer.