Computer und Softwareentwicklung haben mich schon in meiner Schulzeit sehr interessiert. Deshalb stand für mich früh fest, dass ich Informatik studieren werde.
Ich hatte mich bewusst für ein Studium an einer FH entschieden, da mir eine praktische Ausrichtung wichtig war.
Ich wollte Softwareentwickler werden.
Diesen Beruf habe ich ergriffen, allerdings bildet die eigentliche Softwareentwicklung nur einen sehr kleinen Teil meines Berufs: Kundenberatung (auch vor Ort), Konzepterstellung, Absprachen mit dem Vertrieb oder Planungsmeetings machen etwa 50% meines Tages aus.
In großen Unternehmen kommt sehr viel Software zum Einsatz. Diese wird entweder individuell erstellt oder in Form von Standardsoftware zur Verfügung gestellt, die allerdings angepasst oder erweitert werden muss.
Meine Aufgabe ist es herauszufinden, was der Kunde benötigt, dies in einem Konzept (schriftlich) zu beschreiben und eine Aufwandsabschätzung zu machen. Wenn der Kunde einverstanden ist, setze ich das Konzept zusammen mit Kollegen um.
8:30-9:00 Emails bearbeiten
9:00-11:00 Grobkonzeption/Angebotserstellung
11:00-11:30 Koordination mit Mitarbeitern bzgl. Qualitätsmanagement
11:30-12:15 Treffen mit Vertrieb bzgl. Kundenanforderung
12:15-12:45 Mittagspause
12:45-15:00 Softwareentwicklung
15:00-16:00 Teamleiter-Treffen (Aufgabenplanung der kommenden Woche, Prüfen von Kennzahlen/Auslastung, usw.)
16:00-16:30 Kundentelefonat bzgl. Rückfragen zum Grobkonzept
16:30-17:00 Besprechung mit Auszubildenden
Die Inhalte der Vorlesungen spielen in meiner täglichen Arbeit so gut wie keine Rolle. Was mir weiterhilft sind die Erfahrungen, die ich aufgrund von praktischen Übungen (Hausarbeiten) während des Studiums gewonnen habe.
Während meines Studiums waren zwei Praxissemester Pflicht. Für weitere Praktika waren die Semesterferien zu kurz.
Was sich für Informatiker anbietet, ist während des Studiums bereits nebenbei in diesem Feld zu arbeiten. So bekommt man praktische Einblicke und verdient schon etwas Geld.
Ich bereue es, keinen Auslandsaufenthalt gemacht zu haben (hätte sich in Kombination mit einem Praxissemester angeboten).
Informatiker werden in fast allen Unternehmen benötigt. Die Aufgaben reichen von Entwicklung von Software zu Beratung (Consulting) und Planung (Projektleitung).
Das Gehalt für Informatiker ist grundsätzlich gut, ähnlich wie bei Ingenieursberufen. Karrierechancen hingegen sind eingeschränkt, da man für die Führungspositionen in den meisten Unternehmen zu spezialisiert ist.