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Uni-Lexikon F.A.Q.
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    Unternehmensfüh- rung und Internatio- nales Management

    Universität zu Köln

  • Sarah

    BWL

  • Frosina,
    11. Semester

    BWL

    Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

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    Seminar für Unternehmensfüh- rung und Logistik

    Universität zu Köln

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    9. Semester

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Worum geht es im BWL-Studium?

Ob Diskussionen um Managergehälter, Banken in der Krise oder Rekordgewinne einzelner Unternehmen – die Welt der Betriebswirtschaft prägt immer wieder unsere Nachrichten. Vielleicht ist dein Interesse dadurch geweckt worden – doch worum geht es in der Betriebswirtschaft eigentlich genau?

Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) ist, ebenso wie die Volkswirtschaftslehre (VWL), ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften. Im Gegensatz zur gesamtwirtschaftlich orientierten VWL, die sich beispielsweise mit Wechselkursen, globalen Finanzmärkten, dem Bruttoinlandsprodukt oder der Wirksamkeit von Steuern beschäftigt, richtet die BWL ihren Blick aber auf einzelne Betriebe. Betriebswirte beobachten und analysieren den Markt, die Konkurrenz, die Kunden und den Staat und leiten daraus Handlungsempfehlungen und Entscheidungen ab.

Die Betriebswirtschaftslehre befasst sich also mit der Analyse, Gestaltung und Führung von Unternehmen. Während des BWL-Studiums wirst du dich daher mit allen Teilbereichen eines Unternehmens beschäftigen:

  • Controlling
  • Finanzen
  • Produktionswirtschaft
  • Marketing
  • Logistik
  • Rechnungswesen
  • Personalwesen

In all diesen Bereichen lernst du im Studium theoretische Modelle und Analysemethoden kennen, die sich im späteren Berufsleben auf konkrete Entscheidungssituationen anwenden lassen: Im Marketing entscheiden Betriebswirte beispielsweise, welche neuen Produkte entwickelt werden, und wie man sie im Wettbewerb positioniert und verkauft – seien es nun Zahnpasta, Versicherungen oder Handyverträge: Sicher fallen dir auf Anhieb einige Produkte und Werbespots ein. Im Personalbereich gehört zum Aufgabenspektrum, gute Mitarbeiter zu finden und sie zu motivieren oder auch Veränderungsprozesse im Unternehmen, wie z.B. Umstrukturierungen, zu begleiten. Tätigkeiten in der Produktionsabteilung umfassen beispielsweise die laufende Planung der nächsten Produktionen, immer unter Berücksichtigung von Kapazitätenauslastung und Lagerbestand, sowie die Inbetriebnahme neuer Werke.

Wie ist das Studium aufgebaut?

Wie lange dauert das Studium? Wann kann ich mich auf die interessantesten Fächer spezialisieren, wann kann ich anfangen zu arbeiten? Vielleicht hast du dir diese Fragen ja auch schon gestellt.

Die RegelstudienzeitEin Staatsexamen ist eine Abschlussprüfung, die von einer staatlichen Behörde durchgeführt wird. Die Prüfung basiert somit auf staatlichen Standards und berechtigt zur Ausübung eines staatlich geregelten Berufes. So gehören beispielsweise die Studiengänge Medizin, Jura und Lehramt zu denjenigen, die mit einem Staatsexamen bzw. mehreren Staatsexamina abgeschlossen werden. des Bachelorstudiengangs beträgt sechs Semester, also drei Jahre. Zu Beginn des Studiums geht es um die betriebswirtschaftlichen Grundlagen, wie Personalwesen und Management, Marketing und Finanzierung, Rechnungswesen und Produktionstheorie. Dazu kommen grundlegende Kenntnisse in Mathematik, Statistik, Rechtswissenschaften und VWL. Diese Grundlagen werden dann in den höheren Semestern vertieft.

Praktika zu absolvieren wird teilweise von den Universitäten verlangt, an Fachhochschulen sind Praxissemester in der Regel vorgesehen. Ebenso erhältst du zumeist die Möglichkeit, eines oder mehrere Auslandssemester zu absolvieren; viele Bachelorprogramme sind international ausgerichtet.

Wenn du nach deinem Bachelor-Abschluss deine erworbenen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse weiter vertiefen möchtest, kannst du noch einen zweijährigen Masterstudiengang anschließen. Dort ist die Auswahl an Spezialisierungsmöglichkeiten dann noch größer – es lohnt sich, dafür die vielfältigen Angebote der Hochschulen genauer zu betrachten.

Welche Besonderheiten gibt es?

"Reine" BWL ist dir zu einseitig, die Mischung macht’s? Im Unterschied zu einem AbschlussDoktorand ist die Bezeichnung für jemanden, der seine Doktorarbeit scheibt und somit Anwärter auf den Doktortitel ist. Doktoranden werden häufig während ihrer Forschungsarbeit auch als Dozenten bzw. Forschungspersonal an Hochschulen eingesetzt. im allgemeinen BWL-Studiengang bieten viele Hochschulen eine Kombination mit anderen Disziplinen an, so dass man in der Studienlandschaft auf eine große Bandbreite eigener, kombinierter Studiengänge trifft:

  • Wirtschaftsingenieurwesen
  • Wirtschaftsinformatik
  • Wirtschaftsmathematik
  • Wirtschaftsrecht
  • Wirtschaftspädagogik
  • Wirtschaftspsychologie
  • usw.

Wenn du schon genau weißt, in welche Richtung du gehen möchtest, ist vielleicht die Spezialisierung auf eine bestimmte Branche – z.B. mit Studiengängen wie Medienwirtschaft oder Tourismus-BWL – das Richtige für dich.

Oder aber du spezialisierst dich von Anfang an auf eine der anfangs genannten Teildisziplinen wie z.B. Marketing, Finanzwesen oder Logistik – auch das ist an einigen Hochschulen möglich. Gerade in der BWL gibt es einen ganzen Dschungel an Kombinationen und spezialisierten Studiengängen. Außerdem reicht das Spektrum der inhaltlichen Ausrichtung der Studiengänge von mathematisch/theoretisch bis praktisch/anwendungsbezogen. Umso wichtiger und hilfreicher ist es daher, wenn Du Dich vorher gut informierst und einzelne Studiengänge vergleichst.

Wo und als was arbeiten Betriebswirte?

Was kommt nach der Uni? Diese Frage scheint vielleicht noch weit entfernt – aber es kann durchaus interessant sein und dir bei der Studienwahl helfen, dich schon jetzt über mögliche Berufe zu informieren.

Auf die Frage nach Einsatzgebieten von Betriebswirten erhält man häufig die Antwort „eigentlich überall“. Die Tätigkeitsbereiche von Betriebswirten sind tatsächlich sehr vielfältig – aufgrund ihrer breiten Ausbildung steht ihnen der Weg in fast alle Branchen offen. Dort werden sie in all jenen Teilbereichen gebraucht, wo betriebswirtschaftliche Entscheidungen getroffen werden müssen. Dadurch eröffnen sich breitgefächerte Tätigkeitsfelder:

  • Industrie – z.B. als Produktmanager im Marketing, Gebietsleiter im Vertriebsaußendienst, Controller oder Logistiker
  • Unternehmensberatung – z.B. als Personalberater oder Prozess-Analyst
  • Wirtschaftsprüfung – z.B. als Auditor
  • Banken – z.B. als Fonds-Manager, Börsenmakler oder Analyst
  • Handelsunternehmen – z.B. als Einkäufer oder Gebietsleiter
  • Medien – z.B. als Projektleiter oder Finanzbuchhalter
  • Öffentlicher Sektor – z.B. als wirtschaftspolitischer Berater oder Projektleiter in Behörden
  • Agenturen – z.B. als Eventmanager oder Kundenberater in einer Werbeagentur
  • Marktforschung – z.B. als Projektleiter in einem Marktforschungsinstitut oder als Kundenberater
  • Selbständigkeit – z.B. als Steuerberater oder Unternehmer
  • Lehre – z.B. als Dozent an Universitäten oder Berufsschulen
  • Forschung – z.B. als Wissenschaftler in einem Wirtschaftsforschungsinstitut

Wie aber sieht der Arbeitsalltag in den einzelnen Berufen aus? Und wie ist es um Gehalt und Karrierechancen bestellt? Schau doch einfach einmal unsere Berufsporträts durch, wo Absolventen zu vielen interessanten Fragen rund um den Beruf Auskunft geben!