Zu Beginn meiner Entscheidungsfindung hatte ich einen Berufsberatungstermin beim Arbeitsamt, der mir insofern hilfreich war, als ich danach wusste, welche Fachrichtung ich studieren wollte - nämlich BWL.
Danach waren ausschlaggebende Kriterien insbesondere Erfahrungsberichte von Studenten der Uni und auch Rankings in einschlägigen Fachzeitschriften.
Ich wollte irgendwie etwas mit Wirtschaft machen und mit Zahlen zu tun haben - genauer wusste ich es damals noch nicht.
Inzwischen bin ich bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und dort im Bereich Öffentlicher Sektor tätig.
Ich beschäftige mich primär mit der Prüfung und Beratung öffentlicher Unternehmen (z.B. Post, Bahn, Stadtwerke, Sparkassen, Versicherungen) und öffentlicher Verwaltungen (z.B. Behörden).
Neben fachlichen Anfragen von den Kollegen bin ich mit der Erstellung von internen Richtlinien sowie der Publikationen von Fachbeiträgen in Zeitschriften sowie Fachbüchern betraut.
Der typische Arbeitslauf beginnt in der Regel damit, mir einen Überblick über das Tagespensum zu verschaffen, entsprechende Prioritäten zu setzen und insbesondere auch E-mails zu beantworten.
Danach "stürze" ich mich in die jeweiligen Fachthemen und bearbeite diese. Zwischendurch kommen Anrufe von Kollegen, die Informationen benötigen oder konkrete fachliche Fragen haben.
Die Studieninhalte sind auf alle Fälle ein gutes Grundgerüst. Da unser Bereich eine gewisse Dynamik aufweist, sind wir gezwungen uns ständig mit den neuen Entwicklungen zu befassen. Hier helfen einem die Studieninhalte dann häufig weniger. Was man aus dem Studium mitgenommen hat, ist, wie man sich diese neuen Inhalte schnell und effizient aneignen kann.
Ich kann auf alle Fälle empfehlen, Praktika zu machen. Je unterschiedlicher sie sind, um so besser!
Auch einen Auslandsaufenthalt halte ich für eine sehr gute Erfahrung, die einem im Berufsleben immer wieder zugute kommt.
Mit den Schwerpunkten ÖBWL und Wirtschaftsinformatik in meinem BWL-Studium kann ich sowohl im öffentlichen Sektor als auch im privaten Sektor arbeiten. Von Beratung, über konkrete Facharbeit bis zu verschiedenen Admin-Jobs ist damit meiner Meinung nach alles darstellbar.
Je nachdem, ob man im öffentlichen oder privaten Sektor arbeitet, kann sich das Gehalt deutlich unterscheiden, wobei man in der privaten Wirtschaft besser verdient, es zum Teil dort aber auch schwieriger ist, entsprechende Tätigkeiten zu finden.
Im öffentlichen Dienst hingegen ist man tendenziell schlechter bezahlt, man hat aber eine recht krisenfeste Arbeit.
Ich denke, man sollte einfach mal reinschnuppern!
Viele Unis bieten an, dass man mal eine VorlesungZVS ist die Abkürzung für die 'Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen'. Für bestimmte Studiengänge, die in Deutschland stark nachgefragt sind, erfolgt die Vergabe der Studienplätze über die ZVS. Derzeit gilt das für die Fächer Humanmedizin, Pharmazie, Psychologie, Tiermedizin und Zahnmedizin. besuchen kann. Dies sollte man unbedingt wahrnehmen, um ein klareres Bild zu bekommen.