BWL.
Ich habe das Fach ausgesucht, weil ich schon immer ein Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen hatte und desweiteren BWL als gute Möglichkeit sah, das Studium mit meinen Hobbies (Sprachen lernen und Reisen) zu verbinden.
Ich wollte mit dem Studium eigentlich einen Job in einem großen Konzern bekommen.
Ich bin damit dann Unternehmensberater geworden. Damit arbeite ich zwar nicht IN einem großen Unternehmen, aber dafür FÜR verschiedene große Unternehmen an Fragestellungen, die diese Unternehmen beschäftigen.
Unsere Kunden haben ein Problem oder eine Fragestellung, bei der sie Unterstüzung benötigen, da sie entweder
a) es nicht selbst können (nicht genügend Kapazitäten haben),
b) es nicht wollen, oder
c) nicht wissen wie es geht.
Um dieses Problem kümmern wir uns als Berater, und präsentieren dem Kunden eine Handlungsempfehlung.
Die Projekte können dabei verschiedener Natur sein: Von Restrukturierungsprojekten (wenn es dem Kunden schon schlecht geht, und er Geld einsparen muss oder sein gesamtes Geschäftsmodell in Frage gestellt ist) bis zu Wachstumsprojekten (der Kunde möchte weiter wachsen, weiß aber nicht wohin und womit) reicht die Spanne.
Dabei ist die Arbeit immer projektgetrieben. Ein Projekt bei einem bestimmten Kunden dauert im Durchschnitt 3 Monate, so dass man insgesamt in recht kurzer Zeit viele verschiedene Kunden und Fragestellungen erleben kann, was recht abwechslungsreich ist.
Ein typischer Arbeitstag ist schwer zu beschreiben, da er immer anders aussieht.
Aber normalerweise wacht man morgens im Hotel auf, geht tagsüber in Meetings mit den Kunden und versucht dann abends die Ergebnisse des Tages zusammenzufassen und die nächsten Meetings des Folgetages vorzubereiten.
Dabei ist man normalerweise von Montags bis Donnerstags vor Ort beim Kunden, und Freitags im eigenen Büro.
Die Studieninhalte helfen mir insofern, dass ich vieles, worum es im Job geht, schon vorher einmal gehört habe.
In vielen Projekten geht es z.B. um Kostenersparnisse. Da ist es von Vorteil, wenn man an der Uni schon einmal eine Kostenrechnungsvorlesung gehört hat, und mit den Begrifflichkeiten und Methoden vertraut ist.
Praktika sind sehr wichtig, um als Unternehmensberater zu arbeiten. Zum einen kann man dadurch vorher feststellen, ob der Beruf für einen wirklich geeignet ist (z.B. ob man bereit ist, die hohe Arbeitsbelastung und das ständige unterwegs sein zu ertragen), zum anderen lernt man dadurch schon verschiedene Bereiche kennen und kann sich besser orientieren.
Das BWL-Studium ist eines der Studienfächer mit den breitesten Betätigungsspektrum. Durch die Wahl der Schwerpunkte (z.B. Finanzen, Produktion, Marketing, etc.) kann man sich auf Bereiche spezialisieren, an denen man besonders interessiert ist.
Gehalts- und Karrierechancen sind sehr gut.
Als ich studiert habe, wurde BWL immer von den Leuten studiert, die nicht wussten, was sie studieren sollten. Daher ist es wichtig, sich von der Masse der BWLer absetzen zu können, und ein eigenes Profil zu entwickeln:
Durch gute Praktika und Auslandsaufenthalte sollte es möglich sein, seinem Studium eine gewisse Richtung zu geben und auch hinterher sehr gute Jobaussichten zu haben.