Jura. Ich habe mich sehr für Politik interessiert und wollte die "gesellschaftlichen Mechanismen" ganz genau verstehen; jedenfalls genauer als es ein Politologie-Studium erlaubt hätte.
Ich hatte kein klares Berufsbild. Die Studienwahl war eher ein Zufall und eine Verlegenheitslösung, weil mir sonst nichts zugesagt hat.
Heute bin ich Rechtsanwalt in einem Unternehmen.
Ich berate das Unternehmen in allen rechtlichen Fragen aus unterschiedlichen Rechtsgebieten (Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht, Handelsrecht, Verwaltungsrecht und speziell in meinem Unternehmen Energierecht).
Dazu schreibe ich die dazugehörigen Verträge.
Die Studieninhalte waren sehr weit gefasst, so dass es nicht möglich war, sich auf ein spezielles Gebiet festzulegen. Vieles im Studium war überflüssig.
Im Beruf hilft ein pragmatisches Denken, Formulierungskunst sowie zivilrechtliche Kenntnisse.
Praktika.
Alle Unternehmen.
Die Aufstiegschancen sind gut, vor allem, wenn man nicht rein juristisch arbeiten will, sondern die Bereitschaft besitzt, sich auch in kaufmännische Sachverhalte hineinzudenken.
Man sollte sich frühzeitig darüber klar sein, ob Jura das richtige Studium ist.