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Startseite › Sozialwissenschaften › Politik › Berufe › Tangmar (32), Entwicklungspolitischer Berater in Kolumbien
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Tangmar (32)
Entwicklungspolitischer Berater in Kolumbien

Das habe ich studiert und so habe ich mich dafür entschieden:

Ich habe Politikwissenschaft und Publizistik studiert, weil ich während meiner Schul- und Zivildienstzeit bereits aktiv bei Nichtregierungsorganisationen tätig war und die Zusammenhänge und Wirkweisen politischer Arbeit besser verstehen wollte.

Das wollte ich werden und das bin ich geworden:

Ich wollte im Umweltschutz sowie in der Entwicklungszusammenarbeit tätig werden - dies habe ich verwirklichen können: Ich arbeite seit 2005 im entwicklungspolitischen Umweltschutz (also in Verbindung mit u.a. Armutsbekämpfung) und seit 2008 in der Bewältigung von Umweltkonflikten in Kolumbien.

Mein Beruf:

Ich leiste einen kleinen Beitrag dazu, dass Umweltschutz entwicklungspolitisch einen Sinn macht, d.h. nicht Umweltschutz nur allein der Erhaltung der Umwelt zuliebe, sondern immer mit Blick auf die Bedeutung für die Entwicklung von Gesellschaften: Armutsminderung, Sicherung der Lebensgrundlagen, der Gesundheit, Einkommensschaffung, Konfliktbewältigung etc.

Mein typischer Arbeitstag:

Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern und technischem Personal (z.B. in Ministerien) in Kolumbien, Vorbereitung von Workshops zur Weiterbildung von und für die Umweltregulierung und die Konfliktbewältigung relevanten Personen in Kolumbien, Beratung über notwendige Gesetze und Möglichkeiten, deren Formulierung und Erarbeitung zu begleiten.

So helfen mir die Studieninhalte im Beruf:

Ich verstehe besser große Zusammenhänge, ich kann meine Arbeit besser in Bezug setzen zu politischen Interessen und der Institutionenlandschaft in Deutschland (Parlament, Ministerien, Kanzleramt), habe also einen "Blick fürs große Ganze".

Diese Zusatzqualifikationen sollte man schon während des Studiums erwerben:

Sprachkenntnisse, Praktika im Ausland (wenn man ins Ausland möchte), Kennenlernen der deutschen politischen Institutionen von innen.

In diesen Berufsfeldern kann man als Politologe tätig werden:

Entwicklungszusammenarbeit, politische Stiftungen, Nichtregierungsorganisationen, Unternehmensberatung, Parteien, Wissenschaft, Werbebranche, Journalismus, Kirche,...

Gehalt und Karrierechancen aus meiner Sicht:

Zum Spitzenverdiener wird man sicher nicht, aber wenn man sich auf eine Karriere im Ausland einlässt, kann man dennoch mehr verdienen, als durchschnittlich in Deutschland.

Die Karrierechancen sind sicher gut, wenn man sich die Zeit nimmt, langsam zu wachsen.

Mein Tipp für Studieninteressierte:

Für viele klingt ein Job in anderen Ländern bzw. regelmäßige Reisen zwischen dem Ausland und dem Inland sicher sehr exotisch und verlockend. Aber das Exotische wird bald zur Gewohnheit und die Belastung, die durch ein Leben im Ausland entstehen kann, ist nicht zu unterschätzen (Krankheiten, Lebensstandard, Entfernung von Deutschland, Fliegen etc.).

Man sollte ein Leben im Ausland nicht zu romantisch sehen, sondern realistisch bleiben. Dann macht es sehr viel Spaß und man kann sich schön weiterentwickeln.

Aus dem Beruf:

  • Christin (32)
    Fernsehautorin beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk
  • Daniel (32)
    Jugendbildungsreferent bei einem Interessenverband
  • Marc-André (36)
    Entwicklungshelfer in Tansania
  • Roman (28)
    Online-Redakteur
  • Silke (28)
    Referentin im Stiftungswesen
  • Volker (32)
    Redenschreiber bei einer Landesregierung