Ich interessiere mich für Menschen und ihre Psyche und habe mich für dieses Studium entschieden, weil Psychologie so vielseitig ist und mich die einzelnen Fachbereiche (Diagnostik, Pathologien, Emotionen, Neurobiologie etc.) interessiert haben.
Ich wollte Psychologin werden und bin es auch geworden. Allerdings wollte ich ursprünglich in die Forschung, jetzt arbeite ich praktisch in einer Klinik.
Ich arbeite als Psychologin in der Erwachsenenpsychiatrie und arbeite mit psychisch kranken Menschen.
Ich versuche ihnen mit psychotherapeutischen Interventionen zu helfen.
Ein typischer Arbeitstag sieht so aus:
7.30 Uhr: Arbeitsbeginn, Berichte vom Spät- und Nachtdienst lesen
7.45 Uhr: Morgenbesprechung (Vorstellung neuer Patienten, Entlassungen)
8.30 Uhr: Planung des Tages, Kostensicherungen für die Krankenkasse schreiben
9.00 Uhr bis 12.00 Uhr Einzelgespräche
12.00 Uhr Mittagspause
12.30 Uhr Dokumentation der Einzelgespräche
13.15 Uhr Gruppengespräch
14.15 Uhr Teambesprechung
15.00 Uhr Entspannungstherapie
15.30 Uhr Schreibkram
16.00 Uhr Arbeitsschluss
Kaum. Ich kann etwa 20% von dem Gelernten gebrauchen (v. a. die Fächer Diagnostik, Gutachtenerstellung). Das meiste musste ich mir im Beruf selbst aneignen.
Praktische Erfahrung! Mir hätte eine Zusatzqualifikation in Entspannungsverfahren weitergeholfen.
Ansonsten ist es in diesem Beruf eben eher "learning by doing". Ich absolviere nebenher die Psychotherapieausbildung, das hilft sehr.
Klinik, Wirtschaft (Personalberatung, -auswahl), Beratungsstellen, Forschung (Uni, Max-Planck-Institut), Schulen
Beides ist eher mittelmäßig. Reich wird man als Psychologe nicht. Der Einstieg ist meistens recht schwierig, meiner Erfahrung nach läuft dieser oft über das psychiatrische Jahr, das man ohne Gehalt für die Psychotherapieausbildung absolvieren muss.
Hat man das überstanden, ist das Gehalt ganz ok. Man kann gut davon leben, blättert aber einen Großteil für die Therapieausbildung hin. Ich bin zufrieden mit meinem Gehalt, mich nerven vielmehr diese ständigen befristeten Verträge.
Karriere? Na ja. Man kann sich eines Tages in einer eigenen Praxis niederlassen, ansonsten gibt es nicht so viele Aufstiegschancen.
Unbedingt vorher bedenken, dass man als fertiger Psychologe nochmal eine teure und langjährige Therapieausbildung machen muss, wenn man als Psychotherapeut arbeiten will. Das wusste ich damals zu Beginn meines Studiums nicht.