Ich habe Soziologie studiert. Meine Nebenfächer waren Politik und Publizistik.
Diese Fächer habe ich damals gewählt, weil ich mehr über die Funktionsweise gesellschaftlicher Prozesse erfahren wollte. Die Themen Soziale Gerechtigkeit, Macht, Gruppendynamik haben mich schon als Schülerin interessiert.
Ehrlich gesagt wusste ich das noch nicht so genau, als ich angefangen habe zu studieren. Meine Vorstellungen waren eher diffus. Ich wollte gern im sozialen oder gemeinnützigen Bereich arbeiten und eine Arbeit machen die gesellschaftlich sinnvoll ist. Was das genau sein sollte, wusste ich damals noch nicht.
Ich arbeite als Referentin im Bereich Statistik und beschäftige mich mit dem Bereich Bildung.
Zu meinen Aufgaben gehört die wissenschaftliche Auswertung der Statistiken des Bildungsbereichs. Das bedeutet, dass ich z.B. Pressemitteilungen und Artikel verfasse.
Außerdem betreue ich meinen Arbeitsbereich auch organisatorisch und konzeptionell. Ich lege also zusammen mit meinen Mitarbeitern die Arbeitsziele fest und begleite deren Umsetzung.
In meinem Studium habe ich gelernt selbständig zu arbeiten, mich selbst zu motivieren und zu organisieren. Das hat mir am meisten geholfen. Und ich habe gelernt zu lernen.
Wenn ich heute vor einer ganz neuen Aufgabe stehe, dann kann ich mir die notwendigen Kenntnisse selbst aneignen. Ich weiß durch mein Studium, dass man sich in viele Dinge einarbeiten kann, auch wenn man sie vorher noch nie gemacht hat.
Ich denke neben dem erworbenen Fachwissen sind es vor allem die erlernten Arbeitsmethoden, die mir heute im Beruf helfen.
Klar, Praktika sind wichtig, schon allein um herauszufinden in welchem Bereich man später mal arbeiten will und um erste Berufserfahrungen zu sammeln.
Ich habe außerdem ein Jahr im Ausland verbracht. Das war eine Erfahrung, die ich nur empfehlen kann und für meine Sprachkenntnisse war das auch gut.
Viele Arbeitgeber schätzen es auch, wenn man sich ehrenamtlich engagiert hat, außerdem lernt man dabei manchmal mehr als an der Uni.
Das Aufgabenfeld für Sozialwissenschaftler ist sehr vielfältig. Meine ehemaligen Kommilitonen arbeiten heute in Verbänden und Parteien, im Stadtteilmanagement, in Beratungsstellen, bei Verlagen, in Ministerien, in der Personalabteilung oder in der Erwachsenenbildung.
Der größte Vorteil eines sozialwissenschaftlichen Studiums ist, dass einem so viele Berufsbereiche offen stehen. Wenn man zielstrebig und flexibel ist, bietet ein AbschlussDoktorand ist die Bezeichnung für jemanden, der seine Doktorarbeit scheibt und somit Anwärter auf den Doktortitel ist. Doktoranden werden häufig während ihrer Forschungsarbeit auch als Dozenten bzw. Forschungspersonal an Hochschulen eingesetzt. in diesem Bereich gute Berufschancen.
Mehr als eine Absolventenstudie belegt aber auch, dass ein Studium z.B. im naturwissenschaftlichen Bereich in Bezug auf Gehalt und Karrieremöglichkeiten größere Chancen eröffnet.
Ein Studium lohnt sich fast immer! Akademiker haben durchschnittlich ein besseres Gehalt, geringere Arbeitslosenraten, sie sind in der Regel zufriedener mit ihrer beruflichen Tätigkeit und sie leben länger!