Germanistik und Geschichte.
Für Geschichte hatte ich mich schon von Kindheit an interessiert, Germanistik entstand aus der Schwärmerei für meinen alten Deutschlehrer, hat sich aber dann auch als sehr positiv für mich herausgestellt, da ich schon immer viel gelesen habe.
Ich wollte eigentlich in einem Verlag oder Museum arbeiten, habe mich aber doch für den Lehrerinnenberuf entschieden, da ich mit Menschen arbeiten wollte.
Die ersten Jahre waren schlimm - jetzt, kurz vor dem Ruhestand, halte ich diesen Beruf für unglaublich spannend, abwechslungsreich und gerade im Fach Deutsch für außerordentlich kreativ und frei gestaltbar.
Trotzdem: insgesamt wahnsinnig anstrengend - geht stellenweise an die Grenzen.
Deutschlehrer am Gymnasium kennt wohl jeder, außerdem habe ich lange Jahre die Theater-AG geleitet und bin Multimediaberaterin für meine Kollegen, d.h. ich helfe ihnen, wenn sie mit dem Computer und Programmen Schwierigkeiten haben.
Zusätzlich bin ich als Fortbildnerin des Regierungspräsidiums für Lehrer tätig, indem ich sie über die web 2.0- Aktivitäten der heutigen Jugendlichen aufkläre.
Vormittag: Unterricht
Nachmittag: evtl. auch Unterricht, sonst Vorbereitung, Korrekturen, Konferenzen, Elterngespräch, Betreuung der Schulhomepage, Arbeitsgemeinschaften...
Abend: Elternabende, bzw. siehe nachmittags
Sehr wenig (bezogen auf mein Studium Anfang der 70er Jahre): Ich fand mein Studium auf viele Kleinigkeiten spezialisiert, für meinen Unterricht musste ich mir praktisch alles selbst erarbeiten.
Für meine Tätigkeiten im Bereich Theater und Multimedia habe ich viele Fortbildungen besucht bzw. mir auch viel durch "learning by doing" angeeignet.
Als Lehramtsstudent unbedingt über die neuen Medien Bescheid wissen, e-learning-Möglichkeiten kennenlernen, natürlich Schulpraktika (sind ja jetzt meistens vorgeschrieben im Gegensatz zu früher).
Wichtig wären auch Führungskräfte-Seminare - solche Fähigkeiten braucht jeder Lehrer in seiner Klasse (bin selber leider erst nach vielen Jahren Berufserfahrung auf den Trichter gekommen!).
Theater-Kurse, auch wenn man keine Theater-AG plant, schulen Körperbeherrschung, Auftreten, Stimme....
Lektorate, Museumspädagogen...
In Ordnung. Der Beamtenstatus nimmt viele Sorgen!