Ich habe eine Magister-Kombination mit den Fächern Politikwissenschaft (ich hatte in der Schule das Fach Politische Weltkunde, das fand ich toll), Nordamerikastudien (weil ich schon immer von Nordamerika fasziniert war, während der Schulzeit 2x in Kanada gewesen bin und mich diesem Kontinent nun auf eine wissenschaftliche Art und Weise nähern wollte) und Publizistik (damit ich noch "irgendwas mit Medien" dabei habe) studiert.
Ich wollte spätestens seit 2006, als ich mein GrundstudiumDie Unterscheidung zwischen Grund- und Hauptstudium war insbesondere bei Diplom- und Magisterstudiengängen gebräuchlich. Im Rahmen des Bachelors sind diese Begriffe nur noch selten anzutreffen. Aktuell sind sie noch bei Examensstudiengängen. Das Grundstudium umfasst die ersten Semester des Studiums. Dort lernst du die wissenschaftlichen Methoden und allgemeinen Grundlagen des jeweiligen Fachs kennen. Im Hauptstudium vertiefst du dann diese Kenntnisse und wendest sie auf spezielle Sachverhalte an. In diesem zweiten Abschnitt des Studiums kannst du dich oft auf einen Bereich deines Faches spezialisieren und wählen, welche angebotenen Veranstaltungen du dazu besuchen möchtest. beendet hatte, Sportjournalist werden. Und jetzt bin ich es geworden.
Vor Beginn meines Studiums hatte ich mir aber auch noch andere Dinge vorstellen können: Jobs in politischen Instituten, Journalist in anderen Ressorts (vielleicht als Auslandskorrespondent in Washington?), eine Beschäftigung in Firmen, die viel mit Nordamerika zu tun haben und für ihre Geschäfte Hintergrundwissen über diesen Kontinent benötigen.
Nun ja. Sportjournalist eben. Und das freiberuflich.
Ich führe also Interviews, schreibe Geschichten, bin ständig up-to-date über das Geschehen im Sport.
Ständig ist man auf der Suche, neue Auftraggeber zu akquirieren und seine Geschichten zu verkaufen.
Früh aufstehen muss ich nicht unbedingt, zumindest wenn nicht gerade eine Veranstaltung wie Deutsche Meisterschaften o.ä. ansteht. Also erst mal ran an den Rechner und auf meinen gefühlten viertausend Lesezeichen im Internet die neuesten Geschichten und Ereignisse aus der Welt des Sports checken. Wer weiß, vielleicht ist ja was Interessantes für eine Geschichte dabei, nicht unbedingt immer unmittelbar, aber eventuell für irgendwann in der Zukunft?
Der Rest des Tages vergeht mit dem Telefonieren mit Redaktionen ("Ich hätte da was für Sie..." - mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg), dem Schreiben von Geschichten, dem Führen von Interviews, wobei das nicht immer persönlich oder per Telefon geschieht, sondern in heutigen Zeiten auch oft per Mail.
Hmm. Tja. Ich werde oft gefragt, was der Sportjournalismus mit meinem Studium zu hat. Und ganz ehrlich, manchmal weiß ich es nicht.
Aber ich denke, man sollte um Journalist zu werden keinesfalls nur Publizistik oder Medienwissenschaft studieren, sondern auf jeden Fall etwas Anderes, Spezielleres.
Meine Kenntnisse über die amerikanische Kultur, Politik und Geschichte haben mir auf jeden Fall schonmal dabei geholfen, manche Hintergründe des US-Sports besser zu verstehen.
Wahrscheinlich Praktika, auch wenn ich selbst eher wenige gemacht habe. Wenn man dann aber irgendwo reingeschnuppert hat und die Chance hat dabei zu bleiben, dann sollte man das auch tun und freiberuflich weiterarbeiten, anstatt darauf zu verzichten und stattdessen krampfhaft weitere Praktika nur des Lebenslaufes wegen zu absolvieren.
Auch ein Auslandsstudium ist heutzutage wohl fast Pflicht, allein schon wegen der Sprachkenntnisse.
Es nützt auch, sich in Time Management zu schulen bzw. es einfach während des Studiums zu erlernen, v.a. wenn man sich später als Freiberufler seine Zeit selbst einteilen muss.
Auch wichtig: Kontakte knüpfen - und eventuell eine Datenbank erstellen!
Siehe oben (meine Wünsche). Eigentlich kann man aber als Geisteswissenschaftler alles und nichts werden - man muss sich wohl einfach nur gut verkaufen.
Tja. Ich sage nur Medienkrise. Festangestellte gibt es immer weniger. Deswegen kann man von einem regelmäßigen Gehalt wohl nur träumen. Manchmal gibt es schlechte Monate, dann wieder sehr gute.
Die Karrierechancen sind denke ich umso besser, je früher man anfängt und je früher man sich einen Namen macht.
Gerne hätte ich auch noch ein VolontariatDas Volontariat ist eine Ausbildung, die meist mit dem Journalismus verbunden wird und sich an ein Studium anschließt. Während eines Volontariats durchläufst du die verschiedenen Abteilungen oder Redaktionen eines Verlages, einer Zeitung oder einer Medienanstalt. Je nach Vorbildung und Eignung kann das Volontariat zwischen zwölf und 24 Monaten dauern. Mit dem Volontariat soll dir der Berufseinstieg in die Branche erleichtert werden. als Zusatzqualifikation erworben, was die Chancen ja steigern soll (aber auch längst keine Festanstellung mehr garantiert), aber daraus ist nichts geworden.
Ein bestimmtes Studium führt nicht unbedingt zu einem bestimmten Beruf, deshalb seid frei in Eurer Wahl und studiert, was euch wirklich interessiert.