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Tipps zur Hochschulwahl

Du hast schon ein bestimmtes Fach im Auge, das dich ganz besonders interessiert? Das ist schon einmal sehr gut und wichtig – doch nach dem „was“ folgt die Frage nach dem „wo“. Dazu ein paar Anregungen, welche Fragen du dir stellen kannst:
 

  1. Uni oder FH?
    In Deutschland gibt es 104 Universitäten und 189 Fachhochschulen (Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2009). Darüber hinaus gibt es noch Kunsthochschulen, Verwaltungsfachhochschulen, theologische Hochschulen und pädagogische Hochschulen. Aktuell sind ca. zwei Drittel der Studenten an Universitäten eingeschrieben, ca. ein Drittel an Fachhochschulen.

    Doch wie findest du die passende HochschuleHochschule ist der Überbegriff für die Ausbildungsstätten, an denen man studieren kann. Universitäten, Fachhochschulen und Musikhochschulen gehören genauso dazu wie etwa Technische Universitäten, Sporthochschulen oder Kunstakademien.? Ist dir eine eher wissenschaftliche Ausrichtung des Studiums wichtig oder möchtest du vor allem praxis- und anwendungsorientiert studieren? Diese Frage kann dir dabei helfen, dich zwischen einem Universitäts- und einem Fachhochschulstudium zu entscheiden. Darüber hinaus sind aber noch diverse weitere Unterschiede zu beachten: z.B. kann man manche Fächer nur an Universitäten, andere nur an Fachhochschulen studieren. Bei Fächern, die an beiden Hochschultypen studiert werden können, lohnt es sich, die Unterschiede der Zugangsvoraussetzungen, der Studiendauer, des Studienaufbaus sowie der Inhalte genauer zu vergleichen. Auch die Jahrgangsgrößen und damit die Anzahl der Kommilitonen, die mit dir zusammen Vorlesungen besuchen, unterscheiden sich deutlich. Zudem kann die Frage Uni oder FH auch mit Blick auf Laufbahnen im öffentlichen Dienst eine Rolle spielen. Eine übersichtliche Gegenüberstellung findest du z.B. in diesem Spiegel-Artikel. 

  2. Öffentliche oder private HochschuleHochschule ist der Überbegriff für die Ausbildungsstätten, an denen man studieren kann. Universitäten, Fachhochschulen und Musikhochschulen gehören genauso dazu wie etwa Technische Universitäten, Sporthochschulen oder Kunstakademien.?
    Die meisten der 394 Hochschulen in Deutschland sind öffentliche, also staatliche Einrichtungen. Nur ca. 80 davon sind private Hochschulen (zumeist Fachhochschulen).

    Öffentliche und private Hochschulen unterscheiden sich hinsichtlich einiger Kriterien wie z.B. der Höhe der Studiengebühren, der Größe der Jahrgänge, der Betreuungsintensität sowie ggfs. der Absolventennetzwerke, die den Berufseinstieg erleichtern können. Es lohnt sich, die Unterschiede einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

  3. Deutschland oder Ausland?
    Obwohl sich die Mehrzahl der Abiturienten für ein Studium in Deutschland entscheidet – in dessen Rahmen sie dann eventuell ein oder zwei Auslandssemester absolvieren –, gibt es natürlich auch die Möglichkeit, das komplette Studium im Ausland zu verbringen. Das kann je nach Land und den dortigen Studiengebühren recht teuer werden. Außerdem solltest du darauf achten, dass die im Ausland erworbenen Abschlüsse in Deutschland auch anerkannt werden.
  4. In welcher Stadt und welche konkrete HochschuleHochschule ist der Überbegriff für die Ausbildungsstätten, an denen man studieren kann. Universitäten, Fachhochschulen und Musikhochschulen gehören genauso dazu wie etwa Technische Universitäten, Sporthochschulen oder Kunstakademien.?
    Bei der Auswahl einer bestimmten Uni oder FH solltest du unbedingt vergleichen, welche Schwerpunkte oder Fächerkombinationen du wo wählen kannst – denn das kann je nach HochschuleHochschule ist der Überbegriff für die Ausbildungsstätten, an denen man studieren kann. Universitäten, Fachhochschulen und Musikhochschulen gehören genauso dazu wie etwa Technische Universitäten, Sporthochschulen oder Kunstakademien. sehr unterschiedlich sein. Außerdem können dir Hochschulrankings bei der Auswahl helfen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass diese Rankings nach unterschiedlichen Kriterien bewerten (z.B. Ruf bei Arbeitgebern, Zufriedenheit der Studenten, Betreuungsintensität, Forschungsexzellenz usw.) bzw. diese Kriterien unterschiedlich gewichten. Daher überleg dir, was dir am wichtigsten ist und schau nach, welche Hochschulen entsprechend besonders gut abschneiden.
  5. Komme ich da hinein?
    In der Vergangenheit spielte die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVSZVS ist die Abkürzung für die 'Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen'. Für bestimmte Studiengänge, die in Deutschland stark nachgefragt sind, erfolgt die Vergabe der Studienplätze über die ZVS. Derzeit gilt das für die Fächer Humanmedizin, Pharmazie, Psychologie, Tiermedizin und Zahnmedizin.) eine große Rolle bei der Koordination der Nachfrage nach Studienplätzen durch Abiturienten und dem Angebot an Studienplätzen durch Hochschulen. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmte zusammen mit weiteren Faktoren den Numerus ClaususNumerus Clausus (NC) ist lateinisch, heißt auf deutsch "beschränkte Zahl" und bedeutet, dass in einen Studiengang an einer Hochschule nur so viele Bewerber zugelassen werden, wie es Plätze gibt. Meist versteht man unter einem NC diejenige Abiturnote, mit der man als Bewerber in einem Auswahlverfahren gerade noch einen Platz erhält. Die Studienplatzvergabe ist allerdings etwas komplizierter, da neben der Abiturnote noch diverse Vorabquoten (z.B. Härtefallquoten) und Hauptquoten (z.B. Wartezeitquote) eine Rolle spielen. Der NC wird nicht im Vorfeld durch die Hochschule festgelegt, sondern ergibt sich in jedem Auswahlverfahren neu, aufgrund der zur Verfügung stehenden Plätze und der Anzahl der Bewerber. – also die Abiturnote, mit der man gerade noch einen Studienplatz an der gewünschten HochschuleHochschule ist der Überbegriff für die Ausbildungsstätten, an denen man studieren kann. Universitäten, Fachhochschulen und Musikhochschulen gehören genauso dazu wie etwa Technische Universitäten, Sporthochschulen oder Kunstakademien. erhielt. Dies gilt mittlerweile aber nur noch für wenige Fächer (siehe ZVS-Website).

    Aktuell suchen die meisten Hochschulen ihre Studenten selbst in eigenen Bewerbungs-/Auswahlverfahren aus. Wichtige Auswahlkriterien können dort die Abiturnote, bestimmte Leistungskurse, Vorpraktika etc. sein. Da die Auswahlprozesse je nach Uni und Fach stark unterschiedlich sind, frage am besten direkt bei den Fakultäten nach, die dich interessieren. Auch die jeweiligen Bewerbungsfristen solltest du frühzeitig in Erfahrung bringen.

  6. Wie finanziere ich das?
    Neben der Unterstützung durch die Eltern finanzieren viele Studenten ihr Studium über BAföG, Jobs, Stipendien oder auch Studentenkredite. Insbesondere bei Stipendien lohnt es sich, die verschiedenen Möglichkeiten einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei sind entgegen der landläufigen Meinung nicht nur Noten ausschlaggebend, sondern z.B. auch ehrenamtliches oder soziales Engagement.