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Startseite › Ingenieurwesen › Elektrotechnik › Berufe › Manfred (27), wissenschaftlicher Mitarbeiter Medizintechnik
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Manfred (27)
wissenschaftlicher Mitarbeiter Medizintechnik

Das habe ich studiert und so habe ich mich dafür entschieden:

Ich habe Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Medizintechnik studiert.

Mich interessierte schon immer die Medizin als solche und die Möglichkeiten, diese mit etwas Technik zu verbessern. So sind neue Methoden in der Materialforschung (Tissue Engineering - Werkstoffwissenschaften) zur Fertigung von Geweben in der Erforschung und sollten bald (also in 5-10 Jahren) künstliche Haut, Knorpel, Knochen oder ganze Organteile zur Verfügung stellen, die momentan nicht vorhanden sind. Damit kommen wir von der "Mittelaltermedizin" der Eigengewebeverpflanzung ins 21. Jahrhundert.

Das wollte ich werden und das bin ich geworden:

Zur Zeit arbeite ich in den USA an der Case Western Reserve University an meiner PromotionEin Staatsexamen ist eine Abschlussprüfung, die von einer staatlichen Behörde durchgeführt wird. Die Prüfung basiert somit auf staatlichen Standards und berechtigt zur Ausübung eines staatlich geregelten Berufes. So gehören beispielsweise die Studiengänge Medizin, Jura und Lehramt zu denjenigen, die mit einem Staatsexamen bzw. mehreren Staatsexamina abgeschlossen werden. (DoktorarbeitFreischuss ist ein Begriff, den du im Jura-Studium antriffst. Er bedeutet, dass wenn schnell studiert wurde und das 1. Staatsexamen nach einer gewissen Semesteranzahl (i.d.R. 8. Semester) versucht wird, der Versuch - sofern das Examen nicht bestanden wurde - nicht als durchgefallen zählt. Es macht also nichts, wenn man "daneben" trifft, daher "Freischuss". Schreibt man das Examen nicht in der Freischuss-Zeit, also im sogenannten "regulären Versuch", dann darf man es nur ein mal wiederholen falls man durchfällt.) für den Bereich der Neuroprothetik, der in näherer Zukunft "Fehlinformationen im Nervensystem löschen" können wird.

Dafür verwenden wir elektrischen Strom, den wir nach bestimmten Mustern in seiner Stärke und Form so verändern und anpassen, dass die Nervenzellen eine "falsch gesendete Nachricht vergessen". Die möglichen Anwendungen werden zwar erst in ca. 10 Jahren dem Menschen zur Verfügung stehen, da wir mit dem Nervensystem an einem sehr sensiblen Bereich des Körpers arbeiten, die Möglichkeiten der Verbesserung der Lebenssituation z.B. Querschnittsgelähmter oder an schweren Schmerzen Leidender wird enorm sein.

Weitere Anwendungsgebiete beruhen auf der sogenannten Regelungstechnik, die dann nach dem Prinzip der Addition und Subtraktion von Informationen im Nervensystem die "menschlichen Schaltkreise" bei Fehlfunktion ausbessern kann.

Mein Beruf:

Forschung und Entwicklung im Bereich der Medizintechnik.

Ich beschäftige mich damit, mit elektrischem Strom als Signalträger so auf das menschliche Nervensystem (Gehirn, Rückenmark, periphäre Nerven) Einfluss zu nehmen, dass physische Schmerzen, psychische Krankheiten (Motivationslosigkeit bis hin zu Selbstmordgedanken..), motorische Fehlfunktionen (Parkinson) oder sensorische Ausfälle des Körpers (Hören, Sehen) wiederhergestellt und/oder verbessert werden können. Also Nutzen von Strom zur Wiederherstellung verlorengegangener bzw. Wiederverbesserung eingeschränkter Fähigkeiten des Menschen im Bereich der Signalaufnahme (Sensorik - sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen), Signalverarbeitung (im Nervensystem) und des Bewegungsapparates (Aktorik, Ansteuern von Muskeln an Querschnittsgelähmten z.B.).

Mein typischer Arbeitstag:

Jeder Arbeitstag ist anders. Manche sind gefüllt mit Literaturrecherche, Vorlesungen und Tagungen zum erfahren von Neuigkeiten und zum Erlernen des menschlichen Körpers von medizinischer sowie von technischer Seite.

Andere Tage dienen der Entwicklung von Gerätschaften, die zunächst "trocken" getestet werden, dann im Tierversuch ihre Sicherheit beweisen müssen, um letztendlich im Menschen ihre Funktion zu beweisen. Diese Geräte werden dann für den "Massenmarkt" optimiert (ähnlich einem Herzschrittmacher, der heute auch keine Einzelanfertigung mehr ist).

So helfen mir die Studieninhalte im Beruf:

Das Studium vermittelte mir viele technische und einige biologische Grundlagen. Vieles an Spezialwissen erarbeite ich mir jetzt zusammen mit meinen Kollegen in der Forschung.

Diese Zusatzqualifikationen sollte man schon während des Studiums erwerben:

Zunächst einmal möchte ich zu so vielen Praktika wie nur möglich raten. Die Sommer- und Winterferien sind lang und können (v.a. bei technischen Berufen) zu bezahlten Praktika führen. Wenn man es richtig anstellt, kann man seine Praktika auch im Ausland machen. Fremdsprachen sind immer von Vorteil, Englisch ist ein Muss.

Interdisziplinäres Denken, erarbeitet durch ehrenamtliche Mitarbeit wird von Arbeitgebern deshalb gern gesehen, weil man technisches Know-How mit menschlichen Fähigkeiten verbinden kann. Außerdem zeigt v.a. das letztere auch Interesse "über den Tellerrand hinaus zu blicken" und Freue an sozialen (unbezahlten) Tätigkeiten, die der Allgemeinheit helfen. Das wissen im Endeffekt auch die Firmen zu schätzen, selbst wenn das nicht der eigentliche Grund für ehrenamtliche Tätigkeit sein sollte, sondern der Spaß, mit Menschen etwas zu bewegen.

In diesen Berufsfeldern kann man als Ingenieur tätig werden:

Elektrotechnik - so ziemlich alles, was logisches Denken erfordert und im Grunde alles, woran Technik beteiligt ist: Industrie, Computer, Autos, Flugzeuge, Satelliten, Fernsehr, Spielzeug, Militär, Schifffahrt, Medien, Medizin usw. usf.

Medizintechnik - alles von Diagnostik zu Therapie, zusätzlich Dokumentation und Ausbildung von Ärzten (Simulatoren wie beim Flugzeug..)

Gehalt und Karrierechancen aus meiner Sicht:

Exzellent. Man braucht uns und das ist gut so.

Mein Tipp für Studieninteressierte:

Viele Universitäten veranstalten Tage der offenen Tür. An diesen kann man als Schüler (von der 7. Klasse an!) vorbeischauen und sich die Studieninhalte erklären lassen. Persönlich einen Termin mit dem ProfessorEin Staatsexamen ist eine Abschlussprüfung, die von einer staatlichen Behörde durchgeführt wird. Die Prüfung basiert somit auf staatlichen Standards und berechtigt zur Ausübung eines staatlich geregelten Berufes. So gehören beispielsweise die Studiengänge Medizin, Jura und Lehramt zu denjenigen, die mit einem Staatsexamen bzw. mehreren Staatsexamina abgeschlossen werden. an der "Wunschuni" auszumachen ist ein weiterer Schritt. So kann man im Gespräch vielleicht sogar noch mehr erfahren. Viele Informationen halten auch die Fachverbände bereit, Kontaktdaten zu lokalen Gruppen finden sich im Internet ebenso wie einige Informationen zum Studium selbst.

Aus dem Beruf:

  • Björn (32)
    Bauleiter von Großkraftwerken
  • Christopher (25)
    Hardwareentwicklungsingenieur
  • Eugen (29)
    Ingenieur für Zugantriebskomponenten
  • Nico (32)
    wissenschaftlicher Mitarbeiter
  • Ruben (31)
    Softwareberater und -entwickler